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Schiller[Larissa_Krause]

Friedrich von Schiller. Portrait von Larissa Krause (Duisburg, 2008), nach einer Pastellzeichnung von Helmut Berger
 

 

Diese Biografie soll eine besondere Nähe zu Schiller herstellen und dem Interessierten auf einfühlsame Weise den Einstieg in die damalige Zeit ermöglichen. Durch Verknüpfung von Lebensdaten und Briefen des Dichters wurde ein Rückblick auf sein Leben verfasst – aus seiner Perspektive.

“Schiller - Erinnerungen” heißt mein im Jahr 2009 im Engelsdorfer Verlag erschienenes Buch, 398 S., ISBN 978-3-86901-150-9.

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Leider beinhaltet es kein Bildmaterial. was ich hier ergänzen möchte. Ich habe das komplette Manuskript eingestellt.
 

Friedrich Schiller (aus einem Brief an Charlotte von Wolzogen. 1784)
„Wenn ich mir denke, dass in der Welt vielleicht mehr solche Zirkel sind, die mich unbekannt lieben und sich freuen, mich zu kennen, dass vielleicht in hundert oder mehr Jahren – wenn auch mein Staub schon lange verweht ist – man mein Andenken segnet und mir noch im Grabe Tränen und Bewunderung zollt, dann freue ich mich meines Dichterberufes und versöhne mich mit Gott und meinem oft harten Verhängnis.“
Friedrich von Schiller als Dichter der Nation gehört nicht nur in die Zeit, in der sein Streben wirkte, er muss wie Goethe auch der fernen Nachwelt angehören, der die Frucht seines Schaffens als Vermächtnis zu behüten anheim fällt. Mit ihm verwandte Seelen werden immer aufs Neue in seinem Andenken den Geist der Betrachtung erweckt sehen.
Schiller weiß auf theatralische Art und Weise zu fesseln, nicht nur durch seine Werke, sondern auch durch seine dramatischen Lebensverhältnisse. Allein seiner eigenen Tatkraft und seinem unermüdlichen Streben hatte er es zu verdanken, dass er zu Lebzeiten als Dichter, Geschichtsschreiber und Philosoph zum Liebling der Jugend avancierte. Er kämpfte mit Worten für die Freiheit und zerriss siegend die Fesseln, die ihn an das Gemeine, Gewöhnliche zu fixieren drohten.

Mit all seiner Kraft erklomm er die Höhen des Ideals und fand dort die Heimat seines Geistes.

Schiller war ein Genie: Mediziner, Poet, Philosoph, Geschichtsprofessor, Freund des Schönen, Aufklärer und Freiheitskämpfer, doch vor allen Dingen war Schiller Europäer. Seine Ode An die Freude steht dem als Zeichen voran. Nicht ohne Grund wurde diese Hymne gewählt, weil sie die Einheit eines freiheitlichen Europas symbolisiert.

Schiller meinte:

Die Sprache ist ein Spiegel einer Nation; wenn wir in diesen Spiegel schauen, so kommt uns ein großes, treffliches Bild von uns selbst daraus entgegen.“

Welches Bild gibt der Spiegel heute preis, wenn wir hineinschauen?

Schiller gibt uns auch Nachdenkliches auf, wenn er sagt, dass der Sündenfall der glücklichste Moment der Weltgeschichte gewesen sei:

Dieser Abfall des Menschen vom Instinkte, der das moralische Übel zwar in die Schöpfung brachte, aber nur um das moralisch Gute darin möglich zu machen, ist ohne Widerspruch die glücklichste und größte Begebenheit in der Menschheitsgeschichte; von diesem Augenblick her beschreibt sich seine Freiheit….“

Welchen Stellenwert nimmt Friedrich von Schiller heute noch ein? Sind seine Gedanken heute noch wichtig und zeitgemäß? – Ich denke ja! Schiller dachte zeitlos. Niemand kommt an ihm vorbei.

   ”Lass die Sprach dir sein, was der Körper den Liebenden. Er nur ist's, der die Wesen trennt und der die Wesen vereint.” 

gespiegelt

 

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